Hanno Stück


Gebürtig im Rheinland; approbiert als Psychotherapeut; kunstschaffend in Braunschweig/Goslar; Psychologiestudium mit den Schwerpunkten forensische, klinische und Sozialpsychologie (Uni Bonn); “szeneorientiert-autodidaktisch ” lernender Quereinstieg in Malerei, Kunst und Kunstpsychologie.

 

seit 1980 Mitglied im BBK ( Bonn/  Braunschweig)

1980-86 Mitglied Königswinterer Künstlergemeinschaft

1982-1995 Betrieb des Bonner Ateliers „Werkstatt für Kunst-und Kunsttherapie” in Zusammenarbeit mit der Kölner Schule für Kunsttherapie e.V.

Kunstprojekte mit inhaftierten Jugendlichen in der JVA Siegburg (NRW)

1987-2005 Betrieb eines Ateliers mit inhaftierten männlichen Künstlern in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel (Niedersachsen).

1984 -1988 „Klirr” , Scherbenbilder und gegenständliche Malerei.

1989 - 2002 „Jeder ist anders” , therapeutische Gruppenarbeit im Knast: Kunst als Beziehung und am Außenrand der Gesellschaft. „Pirschen & Träumen” figurative Malerei, in der sich meine Auffassung zwischen verschiedenen Vorstellungen bewegte und personifizierende, metaphorische oder absurde Anspielungen enthielt.

2003-2006 Mauerbilder und Astbündel- und Nestbilder; Landschaftsthema: „Wendland”.

Seit 2007 Atelier & Kunstraum “Bildfläche” als Arbeits- und Präsentationsort in Braunschweig.

2009 Installationen, Fotoarbeiten, digitale Bearbeitungen und Tintenstrahlgrahiken, Neufokussierung auf verschiedene Bildideen.

2010 Bildfolge „Werkstatt-Türen” und Fotoexkursionen durch niedergelegte Industriegelände.

2008-2015 „Kunst Hier und Jetzt”; Wiederholte Mitwirkung am „Kunstfest der offenen Ateliers in Braunschweig und Region”.

2011-2013 Im temporär arbeitenden Künstlerkreis Artenschutz + Grünstreifen Ausstellungen im Kloster Loccum und Drübeck sowie beim Kunstkreis Kloster Brunshausen, Bad Gandersheim.

2015 „Aus der Krone geschnitten” ; Installation, Assemblage und Bildmaskierung mit Astwerk und Baumruten; Montagen , Zeichnungen, und Konzeptarbeiten (“Denkbänder”).

2016-2018 Denkzeit: „Slow, Silent And Busily Unplugged”, Neuansätze in bildhafter, gedanklicher und sozialer Hinsicht.

 

Künstlerstatement:

Die Aneignung von Vorstellungen über Kunst und von technischen Fertigkeiten gingen dem Psychologiestudium voraus und begleiteten es mit Kunstrezeption und -studien, Skizzenbüchern, Aquarellen und Bildentwürfen. Durch in der Kunstszene wirkende Künstler gelangte ich zur Teilnahme an der lokalen Bonner Kunstszene und zu einer Konkretisierung meines bildnerischen Denkens. In Ateliergemeinschaft, in der Rheinischen Landschaft aber auch auf verschiedenen Reisen folgten freie, teils auch graphische Arbeiten, figurative Malerei sowie Arbeiten im sozialen /therapeutischen Bereich und erste Ausstellungen in Bonn und andernorts.

Mein Werdegang ist geprägt von bildnerischer und psychologischer Tätigkeit mit über längere Zeit vor allem inhaftierten Menschen. Verschiedene kunsttherapeutische Projekte (u.a mit Dr. Martin Schuster und Dr. Peter Rech, Uni Köln sowie Hans Waldemar “Milan” Drews, HdK Braunschweig; Karl Anton, Leipzig) führten zu einer gegenseitigen Durchdringung beider Arbeitsbereiche.

Auf die Vielschichtigkeit von Malerei grundsätzlich ausgerichtet bleiben immer wieder auch andere Verfahren zu berücksichtigen, um mein Verständnis von Kunst aber auch mein Fühlen und Denken in deren Bandbreite auszuschöpfen. „Ins Leben eingebunden” erscheint mir die Kunstsicht als assoziatives Potential, indes, dessen Entfaltung dem Leben als Verweis auf die eigene Zukunft “abzusinnen” bleibt.

 

Pestalozzistrasse 17

38114 Braunschweig

hanno.stueck@gmail.com

0151.43815090

www.bildflaeche.de


Fotos: Gerd Druwe